Ausgewählter Beitrag

Abstand ...

Während es mir im Beruf meistens gelingt, Schicksale anderer nicht zu nahe an mich heran zu lassen schaffe ich es in der eigentlich "ach so anonymen" Bloggerwelt nicht ...
Nicht immer ...

Es gibt diverse Bloggerschicksale, die nehmen mich so mit, belasten mich derart, dass ich mein scheinbar unbeschwertes Leben fast nicht mehr ohne schlechtes Gewissen leben kann ...

Ich bin auf der Suche nach einem "Abstandshalter" ...

Anette 25.08.2008, 12.34

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Kommentare zu diesem Beitrag

11. von Karin

Ich denke, der beste "Abstandshalter" ist (für mich zumindest) vorübergehende Abstinenz. (Nicht auf mich bzw. auf nichts Konkretes bezogen, sondern nur als Gedanke.)
Von daher gelingt es mir im Internet noch am besten, mich zu distanzieren, wo es nötig ist.
Je mehr ich mich mit etwas befasse, desto wahrscheinlicher ist es, dass mir etwas nahe geht. Womit ich mich befasse / in einem bestimmten Augenblick befassen WILL, bestimme ich selbst.
Wie ich es dosiere, ebenfalls.

Aber natürlich: Mindestens genauso wichtig ist es, zu wissen, wann es Zeit ist, den Abstand ABzubauen.

Und schließlich zeigt es doch, wenn einem etwas nahe geht, dass einem die anderen nicht egal sind. Und es zeugt von Menschlichkeit.

Allerdings: Ein schlechtes Gewissen brauchst Du der Schicksale anderer wegen doch nicht zu haben. Schließlich kannst Du doch nichts dafür, wenn es irgendeinem Menschen im großen weiten WWW (oder der großen weiten Welt) schlecht geht.

Ich habe hier nur meine Gedanken dazu geschrieben, obwohl ich natürlich nicht den Hintergrund kenne, der Dich zu diesen Zeilen veranlasst hat.

LG Karin
:blumen:

vom 30.08.2008, 00.07
10. von kelly

ich bin erschreckt, verstört und auch traurig, doch belasten dürfen und können mich diese schicksale nicht.
es gibt soviel leid, elend auf der welt und ich fühle mich ganz demütig und glücklich zugleich wenn mein leben einigermassen in bahnen läuft, das hab ich aus deinem vorherigen eintrag auch herausgelesen.

manche sind näher und andere anonym, ich fühle mit allen lebewesen!
egoisten sind die besten abstandshalter, möchtest du einer sein?
unsere gesell schaf t ist auf dem besten weg eine vereinigung derer zu sein.
alles gute für dich und cabronsito.
lg kelly


vom 26.08.2008, 07.23
9. von Klaudia

Hallo Anette,
wenn man einen "Abstandshalter" suchen muß, findet man eh´ keinen. Brauchst Dich also erst gar nicht bemühen. Wenn Deine Seele die Not der Anderen nicht mehr verkraftet, dann sucht sich das Unterbewusstsein schon zum eigenen Schutz ein Ventil.
Schau, Du hast Dir meine Katzen angeguckt und warst für einen Moment abgelenkt und schon hat sich Dein Gemüt etwas erholen können.
Habe über den kranken Maximilian gelesen und es tut mir unendlich Leid für den mir unbekannten kleinen Kerl. Es ist immer sehr schrecklich, wenn Kinder leiden müssen und die nächsten Angehörigen verzweifelt sind.
Das Leid in der Welt ist groß, aber wir können es nicht auf unsere Schultern nehmen und wir können auch niemandem Leid abnehmen. Wir können nur trösten.

Liebe Grüße
Klaudia


vom 25.08.2008, 23.54
8. von kalle

Hallo Anette,

ich finde es völlig normal, Gefühl zu zeigen und dieses zu äussern :blumen: . Wenn mehr Menschen so denken und handeln würden, stünde es besser um diese Welt. Drum erhalte dir diese Nähe, und ich freue mich, wenn wir uns auch bald wieder nah sein können :hurra: ,

liebdrück kalle :winke:

vom 25.08.2008, 22.56
Antwort von Anette:

Ich hab mal die wohl versehentliche eingefügte Homepageadresse gelöscht :-)
Sollte sie erwünscht gewesen sein, melde dich - ich füge sie gerne wieder ein ...
Ich vorfreue mich auf unser "Näherkommen"  ...
Ganz doll ..
Auch dein/euer "Schicksal" beschäftigt mich, aber belastet mich nicht ...


7. von Pia-Marie

Mitfühlen ist gut, liebe Anette, zeigt es doch das du das Herz auf dem rechten Fleck hast, nur wenn du selbst darunter zu leiden beginnst, dann ist das für dich nicht so gut und du musst tatsächlich etwas ändern, denn niemadem ist geholfen wenn du leidest - obwohl ich dich auch da sehr gut verstehen kann, denn ich kann auch sehr den Schmerz der Welt mit heimnehmen.

Ich fand dein spontanes Angebot mit den Pillen sehr herzlich und ausgesprochen selten. Viele hätten so einen Gedanken garnicht gehabt oder wären ihm nicht nachgegangen. Ein Gedanke der aus dem Herz kam, und nur ein mitfühlendes Herz kann eben solche Gedanken entwickeln.

Einige Internetbekannt schaf ten sind mir schon nah und so anonym auch nicht, obwohl noch nie persönlich getroffen, bin ich betroffen wenn ich deren Schicksalschläge teile und mache mir auch noch Gedanken wenn der PC aus ist.

Du wärst wohl nicht du und würdest nicht so handeln, nicht so schreiben und nicht solche Fotos machen, wenn dein Herz nicht mitfühlend wäre. Es gibt genug Menschen die kühl, herzlos und distanziert sind, es ist gut, dass du nicht dazu gehörst :sonne1:

Alles Liebe für dich
Pia :blumen:

vom 25.08.2008, 19.02
6. von Elke

Alsoooo: erstmal finde ich die Bloggerwelt gar nicht so anonym. Es kommt wohl ganz auf die Menschen an, die man beim Bloggen kennenlernt, wie viel sie an persönlichem rauslassen, wie nahe man sich ihnen fühlt. Das Problem, das ich sehe, ist ein anderes: egal ob im Beruf oder im Privatleben: Nähe ist wichtig, Abstand aber ebenso. Wenn du mitfühlst, spricht das für dich, wenn du dich aber von Schicksalen anderer "runterziehen" lässt, dann macht das in meinen Augen keinen Sinn. Wenn ich psychisch gerade besonders schlecht drauf bin, muss ich arg achtgeben, dass ich den Schmerz der Welt nicht auch noch komplett zu meinem eigenen mache. Damit helfe ich niemandem und schade nur mir selbst. Mitfühlen ja - mitleiden nein, meine ich jedenfalls.
Lieben Gruß
Elke

vom 25.08.2008, 17.09
5. von Wörmchen/Sandra

Nein, ein Abstandshalter wäre nix für dich. Dann wärst du nicht mehr du...

Die Bloggerwelt ist nicht so anonym, wie man meinen müsste. Ich lese Blogs und fühle mich so manchem Inhaber näher als dem ein oder anderen Menschen im "richtigen" Leben. Komische Sache. Da kann man sich noch so sehr um Abstand bemühen, es geht nicht. Und langsam finde finde ich das gut so...

Wir sehen uns...
*liebdrück*
Sandra
:sonne1:

vom 25.08.2008, 14.00
4. von Edith T.

Ein schlechtes Gewissen schadet Dir, aber denjenigen, die derzeit leiden, hilft es in keiner Weise, liebe Anette.

Als meine Freundin an Krebs gestorben ist, ich aber überlebt habe (wir waren zeitgleich erkrankt), hatte ich auch ein schlechtes Gewissen. Geholfen hat es ihr nicht und mir hat es die erste Zeit nach ihrem Tod sehr erschwert.

Wenn Dir manches Schicksal so nah geht, dass es Dir keine Ruhe lässt, hilft Dir evtl. die Dankbarkeit darüber, dass das eigene Leben bisher von großen Schicksalsschlägen verschont geblieben ist.

Und dafür darf man dankbar sein - ohne schlechtes Gewissen!
Das setzt positive Gefühle und Energien frei. Und die kann man dann zum Wohle derjenigen, die es gerade sehr schwer haben, einsetzen - auch wenn es nur übers Internet ist.
Es kommt bei den Betreffenden an, da bin ich ganz sicher :-)

Übrigens, liebe Anette: Die Menschheit kann froh über jeden sein, der mitfühlt, sich sorgt und kümmert. Von solchen Menschen kann es nie genug geben. Dazu zählst Du, und alleine deshalb solltest Du schon kein schlechtes Gewissen haben :sonne1:

Liebe Grüße, Edith T.

vom 25.08.2008, 13.45
3. von cabronsito

Nachtrag:
Ich moechte Dir noch sagen, dass ich Dich trotzdem sehr gut verstehe. Vergangene Nacht habe ich (relativ) gut geschlafen, obwohl der psychologische Druck immens und steigend ist. Schlaf, den ich so dringend benoetigte.
Und - fast schaeme ich mich dafuer!!!!!!

vom 25.08.2008, 13.39
2. von cabronsito

Ich kann eigentlich nur in dieselbe Kerbe hauen wie Limette, liebe Frau Waldspecht.
Sollte unser Schicksal zu den von Dir angesprochenen gehoeren, so kann ich Dir nur sagen, wie unglaublich wichtig Deine Beteiligung und die jedes anderen an solchen Situationen fuer die diejenigen ist, die gerade Schwieriges durchmachen muessen.
Nein, kein schlechtes Gewissen solltest Du haben - etwas stolz solltest Du sein!!!!!!!
Trotzdem wuensche ich Dir, dass Du den Abstandshalter findest. Damit Du zumindest zeitweise einmal von den Problemen anderer loskommst. Ansonsten unterschreibe ich Limettes abschliessenden Satz!!!!

Und DANKE!!!!!!! moechte ich sagen.

vom 25.08.2008, 13.33
1. von Frau Limette

Den haben schon zu viele Menschen.
Wenn du ihn findest - wirf ihn weg. Die Welt braucht Menschen wie dich.

vom 25.08.2008, 12.44
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